October 8, 2026

Neues Servicegebäude im Köstental eingeweiht – Landeshauptmann Kompatscher zu Gast in Aicha

News · Aicha, 7. August

Im Rahmen des diesjährigen Feuerwehrfestes der Freiwilligen Feuerwehr Aicha wurde am 7. August das neue Servicegebäude im Köstental offiziell eingeweiht. Zur Feier, die traditionell viele Menschen aus Aicha und der gesamten Gemeinde Natz-Schabs zusammenbringt, kam auch Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Geplant wurde das Gebäude von ENARTEC. Das kompakte Bauwerkvereint mehrere Funktionen unter einem Dach: Räume für die Unterbringung von Geräten zur Instandhaltung des Köstentals, einen kleinen Umkleideraum für den angrenzenden Fußballplatz sowie WC-Anlagen für den Festbetrieb und andere Veranstaltungen, die im Köstental stattfinden.

Besonders im Fokus der Planung stand die Einbettung in den sensiblen Naturraum: Das Köstental ist ein geschütztes Naturdenkmal mit altem Kastanienbestand am nördlichen Ortsrand von Aicha. Um die umliegenden alten Kastanienbäume während der Bauarbeiten optimal zu schützen, wurde ein eigener Baumgutachter hinzugezogen. Das Gebäude selbst wurde halb unterirdisch errichtet und tritt dadurch kaum in Erscheinung; auf dem begrünten Dach lässt sich bei Bedarf eine mobile Bühne für den Festbetrieb aufstellen, sodass die Fläche auch weiterhin als Veranstaltungsort nutzbar bleibt.

Ausgeführt wurden die Bauarbeiten von der Baufirma Deltedesco aus Raas, unter Verwendung von Betonfertigteilen der Firma Progress aus Brixen. Für die Sichtflächen des Gebäudes wurde eine besonders langlebige, gesandelte Betonoberfläche gewählt; das Geländer aus Cortenstahl fügt sich mit seiner charakteristischen Patina harmonisch in die natürliche Umgebung des Kastanienhains ein.

Bei seiner Ansprache würdigte Landeshauptmann Arno Kompatscher besonders den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der ein solches Projekt erst möglich macht: „Aicha hat einen der schönsten Festplätze in Südtirol. Das ist nur möglich durch den großen Zusammenhalt im Dorf und die hervorragende Zusammenarbeit bei den Vereinen. So können alle Widerstände überwunden werden.“

Damit unterstrich er zugleich den Stellenwert, den auch kleinere, aber sorgfältig geplante Infrastrukturprojekte in den Südtiroler Gemeinden auf Landesebene genießen – insbesondere dort, wo Nutzen für die Dorfgemeinschaft und Rücksicht auf ein geschütztes Naturdenkmal zusammen gedacht werden müssen.

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